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Buch 593
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Träume auf der Terrasse


John O´Hara


Besitzer
Name NummerFünf
Ort 51143 Köln
Status Referendar
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Bucheinträge 219
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Buchdaten
SpracheGerman
AntiquariatNein
BestsellerNein
ISBNKeine Angabe
Kaufpreis18.00 €
Ersch. Datum1958
Seiten1039
Auflage1

Höhe / Breite / Tiefe
22.00 cm x 15.00 cm x 5.00 cm
Gewicht1.00 Gramm

Beschreibung / Besonderheiten
LESEPROBE:

Noch heute leben Hunderte von Menschen, die Samuel Eaton gekannt haben, die bei ihm in Lohn und Brot standen, die ihn beneideten, ihn haßten, sich hinter seinem Rücken über ihn lustig machten, für ihn schwer arbeiteten, ihn betrogen, und für die er stets nur Mr. Eaton oder Mr. Samuel war. Leute aber, die mit ihm aßen und tranken, die mit ihm Karten spielten oder auf die Jagd gingen und ihn Samuel oder Sam nannten, gibt es kaum noch ein Dutzend. In seinem ganzen Leben hat er nie mehr als ein Dutzend gute Bekannte auf einmal gehabt, mit denen er sich beim Vornamen nannte, und immer ging er selbst sparsamer mit dieser Anrede um als die andern. Wären Zahlen leichter zu merken gewesen als Namen, so hätte er seine Arbeiter und Arbeiterinnen in den Lohnlisten als Nummern geführt, und es war durchaus nicht immer ein Zeichen von Zuneigung oder Verbundenheit, wenn er im vertrauten Kreis jemanden mit seinem Vornamen anredete. Selbst im geselligen Verkehr mit seinen Freunden hatte Samuel Eaton regelmäßig das erste Wort, und wenn ein anderer vor ihm sprach, so machte er sich oft genug nicht die Mühe zu ant­worten oder wenigstens so zu tun, als habe er nichts gehört.
Seine Stimme war hart und laut, schallend, aber nicht sehr tief. Es war, als fände er instinktiv jeweils die Tonlage, die sich von allen Stimmen in seiner Umgebung deutlich abhob. Weder bei Verhandlungen noch in Gesellschaft fiel es ihm ein, leiser oder gedämpfter zu sprechen, wenn er einmal etwas Vertrauliches oder Persönliches zu sagen hatte, und die Folge davon war, daß er als ungewöhnlich freimütig galt. Ein kleines Kompliment für eine Frau, das abschätzige Urteil über einen Arbeiter - jeder konnte das mitanhören, ohne sich anzustrengen. Dabei erhielten solche Bemerkungen, einfach durch seine Stimme, ein Gewicht, das in gar keinem Verhältnis zu ihrer Bedeutung stand. Doch niemand machte sich das zunutze, was er auf diese Art und Weise auf­schnappte. Wie kein anderer konnte Samuel Eaton sich darauf verlassen, daß überhört wurde, was nicht gehört werden sollte. Außerdem brachte seine Sprechweise ihm unvermeidlich den Ruf der Offenherzigkeit ein, aus der man weiter auf Ehrlichkeit und schließlich sogar auf Dummheit schloß. Aber der Lärm, den Samuel Eaton beim Sprechen machte, ließ faktisch allenfalls Schlüsse auf die Qualität seiner Stimmbänder und seiner Brust- und Kopftöne zu. Wenn die Leute - Männer oder Frauen - sich da etwas vormachten, so war das ihr Pech.
Außerhalb Pennsylvaniens war Samuel Eatons leichter Akzent ein weiterer Anlaß dafür, daß sich seine Zuhörer über ihn täuschten. Ein ungebildeter Neu­engländer spricht wie ein Theologe aus Dartmouth, und die Bürger haben auch gelernt, die Gerissenheit eines Mannes aus Alabama nicht zu unterschätzen. Der...

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