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Die Kaiserin Theophano


Henry Benrath


Besitzer
Name NummerFünf
Ort 51143 Köln
Status Referendar
Verliehen 20
Geliehen 10
Bucheinträge 219
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Buchdaten
SpracheGerman
AntiquariatNein
BestsellerNein
ISBNKeine Angabe
Kaufpreis15.00 €
Ersch. Datum1940
Seiten400
Auflage1

Höhe / Breite / Tiefe
21.00 cm x 13.00 cm x 4.00 cm
Gewicht481.00 Gramm

Beschreibung / Besonderheiten
Erst seit der Verfasser dieses Buches - angeregt durch Johannes Moltmanns Göttinger Dissertation (1878) - nachweisen konnte, daß die Kaiserin Theophano (956-991) nicht, wie man es jahrhunderte­lang geglaubt hatte, die Tochter des byzantinischen Kaisers Roma­nos II. (aus der makedonischen Dynastie), sondern die Tochter des Fürsten Konstantin Skleros und der Prinzessin Sofia Phokas ge­wesen ist, vermochte eine dichterische Deutung ihres Lebens jene Stufe innerer Wahrhaftigkeit zu erreichen, welche das entfernte und von minderwertiger Legende umschattete Bildnis in seinen vollen Glanz rückte.
Bis zum heutigen Tage hat kein Historiker auch nur versucht, jener großartigsten Frauenerscheinung, welche im frühen Mittelalter die deutsch-römische Krone trug, in einer geschlossenen Darstellung gerecht zu werden und die gewaltige politische Leistung zu schildern, welche Theophano nach dem Tode ihres Gatten (983) in enger Zu­sammenarbeit mit dem Erzkanzler Willigis von Mainz vollbracht hat (983-991). Erst dieser letzte Abschnitt ihres Lebens, der ganz von dem Problem des deutsch-französischen Verhältnisses beherrscht wird, enthüllt ihre volle Größe: eine Größe allerdings, welche die gedankenlosen Wiederkäuer landläufiger Meinungen nicht einmal zu wittern vermöchten.
Dem unbefangenen Forscher und Überprüfer wird zur unantast­baren Gewißheit, daß Theophano - obwohl byzantinischer Ge­burt - die d e u t s c h e s t e aller deutschen Kaiserinnen war, denen jemals eine selbständige politische Aufgabe zufiel. Das vorbehaltlose Lob, welches sie durch ihren Zeitgenossen, den sächsischen Bischof und Geschichtsschreiber Thietmar von Merseburg, erfahren hat, be­steht mehr als zu Recht: «Sie erfüllte mit geradezu männlicher Kraft ihre Pflichten gegen Sohn und Reich». Thietmar war einer der ge­bildetsten, der kritischsten, der unbestechlichsten Berichterstatter seines Jahrhunderts.

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